Kurzgeschichte der Pfarrei seit der Reformation

Markgraf Georg der Fromme führte ab 1528 in seinem Herrschaftsbereich die Reformation ein. Damit wurde unser Gebiet protestantisch. Für die wenigen Katholiken gab es lange Zeit keine Seelsorge mehr.

Erst seit 1769 wurden ab und zu Franziskaner aus Schwarzenberg nach Neustadt gerufen. 1810 war die Bayerische Garnison in Neustadt stationiert, was den Zuzug von einigen Katholiken bedeutete. Im Jahr 1821 wurde das Gebiet in den Bamberger Diözesanverband aufgenommen. 1829 wurde die Seelsorge in Neustadt durch die Geistlichen aus Ullstadt gewährt.

1840 standen auf dem Gebiet der heutigen Pfarrei 17.194 Nichtkatholiken 152 Katholiken gegenüber. Bis zum Jahr 1860 hatten die Katholiken in und um Neustadt keinen eigenen Geistlichen. Im selben Jahr wurde den Katholiken Neustadts der sogenannte „Maschikeles“-Turm als Gotteshaus zu Verfügung gestellt, nur zwei Jahre später wurde Neustadt zur Kuratie erhoben.

Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Nürnberg-Würzburg 1865 begann auch für Neustadt das Industriezeitalter. Bahn und Post benötigten zusätzliche Beamte und überwiegend Katholiken wurden hierher versetzt. Handel und Gewerbe blühten auf, katholische Arbeitnehmer, Kaufleute und Handwerker wanderten zu, so dass die Katholiken eine eigene Kirche bauen wollten. So wurde 1883 die Katholische Kirche eingeweiht, die bis heute das Patrozinium „Enthauptung Johannes des Täufers“ trägt.

Ein Einschnitt in den Katholikenzahlen kam sicherlich, als es 1887, nur wenige Jahre nach der Einweihung, zum Erlöschen der Bayerischen Garnisonen in Neustadt kam. Dennoch wurde 1897 der Antrag auf Erhebung Neustadts zur Pfarrei gestellt, was schließlich im Jahr 1920 geschah.

1945 kam es durch Heimatvertriebene, Flüchtlinge und ausgebombte Familien zu einem starken Zuzug von Katholiken in das Pfarrgebiet. Ein weiterer Anstieg der Katholikenzahl resultierte aus dem Zuzug der sogenannten Spätaussiedlern in den 90er Jahren.

Aufgrund der hohen Katholikenzahl wurde im Jahr 1958 die Filialkirche „Maria Königin“ in Emskirchen errichtet. Zur Geschichte der Filialkirche.

Ab1974 erhielt das Erzbischöfliche Dekanat offiziell den Zusatz Neustadt/Aisch.

Im Zuge eines Konsolidierungsprozesses wurden aus den 367 Pfarreien der Erzdiözese Bamberg 96 Seelsorgeeinheiten gebildet, die an Pfingsten 2006 installiert wurden. Die Grenzen der Pfarrei St. Johannes wurden marginal verändert und faktisch wurde die Pfarrei zur Seelsorgeeinheit St. Johannes Neustadt a.d.Aisch.

2019 wurde eine weiter Neuordnung der Seelsorgebereich und dadurch eine Reduzierung von den bestehenden 96 auf 35 Seelsorgebereiche notwendig. Zusammen mit Rodheim, Hemmersheim, Uffenheim, Herbolzheim, Bad Windsheim und Burgbernheim bildet Neustadt a. d. Aisch aktuell den katholischen Seelsorgebereich Oberer Aischgrund mit Verwaltungssitz in Bad Windsheim.

Das Pfarrgebiet von Neustadt/Aisch vergrößerte sich nicht unwesentlich, da die Filialkirchen Maria Namen in Markt Erlbach (zuvor Pfarrei Wilhermsdorf) und  St. Bonifatius (zuvor Pfarrei Höchstadt) eingegliedert wurden.

In diesem Zuge wurden auch die Dekanate neu geordnet. Die Pfarrei gehört nun zum Dekanat Ansbach.

 

Wenn Sie weitere Hintergründe zur Geschichte der Pfarrei Neustadt a.d. Aisch erfahren möchten, können Sie im Katholischen Pfarramt auf Spendenbasis eine Chronik der Pfarrei  erwerben.